Vinifikation Gärung und biologischer Säureabbau im Stahltank, Ausbau bis Mai 2007 im Barrique/Tonneau (50% neu, 50% gebraucht) und von Mai 2007 bis Mai 2008 in grossen Hölzfässern (18 - 30 Hektoliter).
Charakter Dieser wunderschön rubinrote Wein überzeugt mit seinem reintönigen Bouquet nach Zwetschgen und schwarzen Kirschen, seiner Gradlinigkeit, Eleganz und Ausgewogenheit. Im saftigen Finale klingt er angenehm und nachhaltig aus. Ein gut strukturierter, kraftvoller und doch geschmeidiger Tropfen mit viel Raffinesse und eigenständigem Charakter. Eine Entdeckung!
Geschichte Als Guido Barioffi und Paola Silvestri-Barioffi 1975 in einer der renommiertesten Zonen von Montepulciano ein Weingut kauften, hiess es als erstes Dickicht roden und die Häuser bewohnbar machen. Mit den paar Rebstöcken oben am Haus wollte Barioffi eigentlich nur ein paar „damigiane“ Wein für sich und ein paar Bekannte keltern. Doch der Rebensaft mundete den Freunden so sehr, dass sie ihm jeweils nur wenig für sich selbst übrigliessen.
So wagte er sich an die Anpflanzung eines grösseren Weingartens, zumal er irgendwann realisierte, dass er im Besitz von hervorragenden, von alters her bekannten Lagen war. Die „le case alte“, die „hochgelegenen Häuser“ wurden schon im frühen Mittelalter von Mönchen bewirtschaftet und zeichnen sich durch ein besonders vorteilhaftes Mikroklima aus.
Die mittlerweile 13 ha umfassenden, mehrheitlich mit Prugnolo Gentile, des in Montepulciano beheimateten Sangiovese-Klons, bepflanzten Rebberge liegen im südlichsten Teil des Anbaugebiets, auf einer Höhe zwischen 380 und 430 Meter über Meer. Diese Ausrichtung ist frost- und nebelsicher, was für Montepulciano ungewöhnlich ist, wo sonst häufig die gefürchteten Spätfröste auftreten. Dank dieser besonders günstigen Lage, weist der Casalte-Nobile Jahr für Jahr eine erstaunliche qualitative Konstanz auf und Ausfälle nach unten sind seit der ersten offiziellen Abfüllung, dem 79er, nie zu beklagen gewesen.
In den vierzehn Jahren, in denen die Tochter Chiara die Geschicke von Le Casalte lenkt, hat sie stets unbeirrt ihren eigenen Weg verfolgt, ohne auf die gerade vorherrschenden Modeströmungen oder die Meinung der tonangebenden Weinjournalisten Italiens zu achten. So ist es denn auch bezeichnend, dass bis vor wenigen Jahren die einzigen hohen Bewertungen stets aus der Schweiz, und zwar von Vinum, stammten.Mit dem Lagen-Nobile Quercetonda des heissen aber schwierigen Jahrgangs 2003 ist ihr allerdings auch bei der italienischen Fachpresse endgültig der Durchbruch gelungen.
Der Quercetonda von der gleichnamigen Lage, die zu den besten des Gutes zählt, ist eine Auslese aus Prugnolo Gentile. Diese alte, kleinbeerige und besonders edle Spielart des Sangiovese Grosso ist seit jeher in Montepulciano heimisch. Sie bringt besonders intensiv die für die Sorte typischen Zwetschgen-Aromen hervor. Sowohl die italienische Sommelier-Vereinigung als auch die italienische „Weinbibel“ Gambero Rosso haben den Quercetonda in der Vergangenheit bereits sehr hoch bewertet. Mit dem grossartigen Jahrgang 2006 ist Chiara Barioffi nun jedoch der endgültige Durchbruch gelungen: zum ersten Mal erhielt sie die höchste Weihe, die begehrten “tre bicchieri“. Auch der Weinjournalist Peter Keller ist in seinem NZZ Online Wein-Keller voll des Lobes von diesem, nur in limitierter Menge produzierten Gewächs, das er Ende Oktober 2009 zum „Wein der Woche“ erkor.
Terroir Die Lage ist eine der Besten des Gutes in süd-südöstlicher Ausrichtung.
Konsumhinweis Idealer Begleiter von Braten, Wildgerichten und reifem Käse.
|